Veteranenausflug: Winterthur Seilerei Kislig und Eschenberg

Auch der Hochnebel konnte uns nicht abhalten. Zwanzig gut gelaunte Veteraninnen und Veteranen, reisten mit den OeV nach Winterthur und in das Breite Quartier. Dort erwartete uns Herr Benz, Inhaber der ältesten Seilerei in der Schweiz. Der unscheinbare Holzbau entpuppte sich beim Betreten als imposantes 100m langes Gebäude, mit vielen „älteren“ Maschinen. Das Verfahren zur Herstellung ist traditionell und die Produkte innovativ.

 

Gegründet wurde die Seilerei „auf der Breite Winterthur“ bereits 1878. Von 1927 bis 2002 war die Seilerei im Besitze der Familie Kislig. Jetzt befindet sie sich im Besitz der Familie Benz-Teroni. Da die Seile nach alter Tradition hergestellt und konfektioniert werden, ist es möglich Kleinstmengen oder Sonderanfertigungen herzustellen. Aber auch grosse Mengen sind in kürzester Zeit bereit. Als Grundmaterialien werden Naturfasern wie Hanf, Jute, Kokos, Sisal, Manila (aus dem Bananenstrauch) und Baumwolle, sowie Kunstfasern verwendet. Produkte sind Garderoben-, Antrieb-, Zünd-, Spring-, Trapez Vertikal- und Armbrustseile und ganz spezielle Artistenseile.

 

Nach der sehr interessanten und mit viel Humor gespickten Führung konnten wir uns an einem tollen Apéro erwärmen! Jawohl richtig gehört, denn die ganze Werkstatt muss ohne Heizung auskommen, im Winter bis zu 10 Grad unter null. Dafür sprintet Herr Benz die ganze Länge von 100 m mehrmals täglich hin und zurück, bis das Seil fertig ist. Der vorhandene Seil-Shop verführte diverse Personen zu einem kleinen Einkauf. Schlüssel Anhänger waren, gefragt aber niemand hat 100 m Seil gekauft?

 

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