Bergturnfahrt in Adelboden 25./26. August 2018

Zum 14. Mal zeichnete Noldi Binder für unsere jährliche Bergturnfahrt verantwortlich. Auf der Hinfahrt zelebrierten wir unser Ritual. Mit einem edlen Tropfen von Noldi wurde auf ein gelingendes und unfallfreies Wochenende angestossen. Wir logierten im Hotel Bristol. Das war eine glückliche Wahl.

Wegen den Wetterverhältnissen war das Organistionstalent Noldi gefragt. Er musste die Planung umstellen und neu anpassen.

Am Samstag stiegen wir zur Schützenmatte hinab und folgten dann dem Fluss Engtschlige bis nach „unter der Birg“. Leider verdeckte Nebel die grosse Felswand, sodass nicht alle bereit waren mit der Luftseilbahn auf die Engstligenalp hoch zu fahren. Auf dieser grossen Alp sömmern jeweils 500 Stück Vieh.

Die Guttrainierten nahmen die 600 m Höhendifferenz unter die Füsse und wanderten zügig voraus in Richtung «untere und obere Wasserfälle». Schon kurz nach der Talstation aber mussten wir die Regenjacken überziehen, denn das Wasser kam von überall her. Der Aufstieg, auf einem sehr gut angelegten Weg, war sehr happig und voller Ueberraschungen. Die überaus grossen Tritte auf dem langen Weg erforderten viel Kraft. Das einige Positive war, dass man im Nebel nicht sah, wo man sich gerade befindet. So hiess es einfach nochmals eineViergtelstunde und dann nochmals… und zuletzt war die vorgesehene Beiz noch geschlosssen. Aber die Erbsensuppe half wieder auf die Beine und so! Nur die 3 ganz «Zackigen», 2xDani und Ruedi, nahmen auch zurück wieder den gleichen Weg.

Später gelangten die 3 Gruppen zu verschiedenen Zeiten in Zentrum von Adelboden, mit den schönen mit blumengeschmückten Holzhäusern, ein. Nach der Körperpflege traf man sich zum Apéro, im Restaurant Adler oder beim «Vogelliesi».

Nach dem verregneten Samstag machte der Sonntag seinem Namen alle Ehre. Die Sonne war uns schon am Morgen wohlgesinnt. Eines muss man den Männerriegler zugestehen. Wenn es um das Morgenessen geht, sind sie überpünktlich, das heisst: sie sind früher am Tisch als angekündigt.

Die «Guttrainierten» liessen die vorgesehene Route über «Chuenisbärgli» witterungsbedingt aus und wanderten vom Hotel aus dem Gilsbach entlang nach Geils und in Richtung Hahnenmoospass. Die noch kühlen Temperaturen liessen uns zügig vorwärts laufen. Ab Geils verliessen wir vorerst den offiziellen Weg und überquerten die grossen Weidefelder und freuten uns an den schönen Schottischen Hochlandrindern mit den grossen Hörnern.

Regenboldshorn 2193 m mit erstem Schnee und Wildstrubel im Hintergrund

Die herrliche Aussicht auf die Wildstrubel Gruppe, die sich immer mehr aus den Wolken löste, entschädigte den steilen Aufstieg (Bild: Regenboldshorn 2193m mit erstem Schnee und Wildstrubel im Hintergrund). Glücklich und zufrieden erreichten wir dann das Berggasthaus Hahnenmoos, um uns zu verpflegen.

Die beiden andern Gruppen fuhren mit dem Bus nach Geils. Die wanderfreudigen begaben sich auf den Weg, um die 250 m Steigung zum Hahnenmoospass zu bewältigen. Der Hahnenmoospass ist der Übergang nach Lenk. Die andern fuhren mir der Luftseilbahn hoch.

Von dort benutzen alle den Höhenweg nach Sillernbühl. Heute wurden wir mit der klaren und fantaschtischer Sicht auf das Wildstrubel Massiv belohnt. Bemerkenswert an diesem Wanderweg war die grossartige Alpenflora, wie Männertreu, Feuerlilien, Türkenbund, Augentrost usw, sie war zwar grösstenteils verwelkt, aber die Standorte sind mit Hinweistafeln sehr gut bezeichnet.

Da wir für die Bergbahnen eine Tageskarte lösten, sind wir kurz entschlossen, mit der Bahn zum Höchsthorn gefahren, die erst zwei Jahre in Betrieb ist. Dieser Ort wäre am Samstag der Ausgangspunkt gewesen, wenn das Wetter mitgespielt hätte. Eine herrliche Sicht auf Adelboden konnten wir bewundern. Zudem konnten wir die gestern im Nebel versteckte Engstligenalp mit seinen beiden Wasserfällen bestaunen.

Schwere Gruppe: Rolf, Peter, Dani, Ruedi, Christian, Dani, Arthur (Foto)

Zum Abschluss der zwei Wandertage trafen wir uns noch einmal im Restaurant „Vogelliesi». Müde und mit vielen unvergesslichen Eindrücken kehrten wir nach Schlieren zurück.

Wir können uns jetzt schon auf die Bergturnfahrt 2019 freuen. Noldi hat Sörenberg im Entlebuch, Kanton Luzern ausgewählt. Wir werden am Freitag und Samstag. 20. + 21. September 2019 dorthin reisen.

Lieber Noldi empfange für deine umsichtige Durchführung unser herzlichstes Dankeschön.

Autoren: Robert Horber, Arthur Längle

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